Idee
Ich nehme an, was ist, weil es so bestehen soll, wie es wahr ist. Was mir verbleibt, möchte ich jetzt erhalten, damit ich es bewahren kann.
Ein Dasein, das einer Talfahrt gleicht, braucht solch ein Verhalten. Die Fügung ist es, was mir permanent entglitten ist. Darum bewahre ich sie, ihr Entgleiten erhalte ich ebenfalls auf diese Weise. Ich bewahre es, wie es ist.
Was zu Boden fällt, macht mich reicher.
Gedanke
Das Leben ist gut. Wer es nicht zu erfüllen weiß, dass es gut ist, der geht dennoch nicht leer aus. In Relation zu seiner Stellung wird er die Früchte ernten, die sein Verhalten freisetzen. Über die Stellung eines Menschen und sein Verhalten gibt es unzählige Schriften.
Ich ziehe das erfüllte Leben einer solchen Disziplinierung vor. Wer mein Lehrer ist, das bestimme ich selbst. Das Leben wird es mir zeigen.
Als erfüllend sehe ich das Leben an, weil es mir ein Dasein in dieser Welt ermöglicht. Von hier komme ich, da will ich auch hier sein.
Ich sehe in meiner Bereitschaft die wahre Verankerung. Sie ist neutral zu allem Handeln.
Auf meine Bereitschaft arbeite ich zu. Sie ist eine Folge. Bedingung für sie ist die Verfügbarkeit. Potential und Kapazität werden dafür eingerichtet. Sie zu behaupten, hat bedeutet, sie zu bilden. Auf der Ebene der Kapazität ist das Potential der entscheidende Faktor, der wachsen lässt, was gediehen ist.
Mit dieser Einheit gehe ich um, wenn ich meine Texte erstellt habe. Meine Lebensführung ist das Spiegelbild davon. Mittels meiner Schriften erzeuge ich Reife. Ich könnte genauso gut auch Autos zerlegen oder Häuser bauen. Aber ich möchte ein Schreiber sein.
Als Schreiber bin ich ein Phantast. Ich setze Phantasie zur Gewinnung von Räumen ein, in denen ich mich denkend verorte. Das sind die Illusionen meiner Lebenswirklichkeit. In Wahrheit bestehen sie fort. Man sagt im indischen Kulturraum Maya dazu. Alles ist Illusion. Ich sage es ein bisschen anders: Alles wird Illusion sein, solange nichts davon getrennt und damit unvereinbar zugleich sein wird.
Das Nichts ist das Ain Soph oder das Licht im Horizont der Innenschau. Es ist Paramatman oder der elfte Sephirot. Sie ist das Ganze in einem in seinem Zustand als aufgehobenes Prinzip. So erhält es sich, auch wenn es aus unserer Beachtung fällt und sich verliert. Und so wird es wahr sein.
Verfügbar ist nichts, für alles sind wir bereit.
Dieser Wahlspruch beinhaltet die Freizügigkeit und die Bedingtheit in einem.
Wer das sieht und versteht, der kann die eigene Schieflage erkennen, ohne von ihr in den Schlund der Verderbnis gerissen zu werden.
Das ist meine Methode. Sie hebt auf, was nicht zu wirken braucht. Es ist, was ist. So wird das wahr.
Gedanke
Wenn die Leute über Formatierungen streiten, geht das am Bedarf vorbei. Alles darf so sein, wie es schon ist.
Es ist meine Mode, dass ich gestalte, was mir wirksam erscheint. Verstellungen basieren auf Relationen. Sie sind in meiner Vorstellungswelt per se überflüssig.
Ich strebe dem Absoluten zu, indem ich es lasse, wie es schon ist.
Gedanke
Wandlung ist eine Folge kosmischer Ausstrahlungen. Dieser esoterische Ansatz sollte deutlich machen, dass der Mensch kein Träger der Mechaniken ist, die sie bedingen. Was der Mensch verändert, dafür muss er sich krumm machen.
Impuls
Auf dem Feld Gottes, der Schöpfung, ist der Mensch die Krume. Als wesentlicher Bestandteil der menschlichen Existenz ist das Vertrauen des Menschen in seine Umgebung festzumachen. Alles haftet an ihr. Jedes Prinzip der Welt durchdringt die Welt in konsistenter Weise. Wer hier bestehen kann, der kann überall bestehen.
Impuls
Natürlich möchte jeder ein Heiler und ein Seher zugleich sein. Aber so faul wie ich ist keiner sonst. Während alle mit ihren Trainingseinheiten an sich operieren, lasse ich zu, was ist, und bestehe durch dieses Lösen auf gute Weise.
Dokumentation
Nutzen und Zweck meiner Handlungen sind das befreite Dasein. Zuerst befreie ich mich von meiner Geltungssucht. Ich setze alle Menschen miteinander in ein Boot. Sein Name heißt Gleichwertigkeit. Das ist die Balance. Wegen ihr ist meine Vorstellungswelt nicht mehr gekentert.
Die Inversion eines Gesetzes macht es verständlicher, was man sagen möchte. Doch hier invertiere ich auch die Folgewirkung der ursächlichen Aussage:
Mein Boot ist klein, aber ich möchte es behalten. Darum pflege ich es. Ich ziehe es nach der Fahrt auf der weiten See aus dem Wasser, um es erneut abzudichten und wieder flott zu machen. Auch schön darf es sein, darum lackiere ich es mit weißer und roter Farbe. Sie sieht man besser im Blau der hohen See.
Es gilt mir dieses Boot etwas. Es steht für meine Handlungsfähigkeit. Sie ist höherwertig als jede reine Form der Mobilität.
Ich bin gerne in der Spur. Darum lasse ich es zu, dass ich neben allem hohen Gut auch das Einfache aufrecht erhalte. Was mir zur Wurzel geworden ist, ist ebenfalls Teil des Baumes. Und als Baum bin ich eben auch Teil des Waldes.
Nichts wird gut sein, ohne die Wahrheit. Was heute noch Baum ist, wird morgen vielleicht schon ein Boot sein. Die Nussschale treibt eben irgendwann auf dem Meer, wenn man sie in den Fluss wirft.
Dokumentation
Mein schriftstellerisches Werk ist kein Werk eines Germanisten. Ich habe keine Sprachwissenschaften studiert und auch keine Schule besucht, wo man Yoga verstehen lernt. Ich bin viel eher eine Pollen sammelnde Biene auf ihrem Weg zum Horizont der eigenen Erwartung.
Ich setze voraus, dass die Leserschaft das versteht.
Mein Werk ist kein Ratgeber besonderer Güte und auch kein reines Fabrikat. Es ist im Schweiße meines eigenen Angesichts entstanden und trägt all meine Hoch- und Tiefpunkte funktional in sich. Wie die Biene mit Geduld und Sekret die Pollen zerkaut und im Lagerraum des Bienenstocks an andere Bienen übergibt, so ist auch mein Wort durchzogen von meinen Hirngespinsten. Sie auszusparen würde bedeuten, dass man den Baum von seinen Blüten entledigt. Wie sollten daran noch Früchte wachsen können?
Der vermeintliche Schwachsinn ist ein Substrat zur Ernährung aller Triebe am Menschen. Ohne sie gibt es nichts von Bestand. Dem Neutralisieren meiner Sprache erwehre ich mich durch die Integration all dieser sprachlichen Elemente, die zu ihr gehören. Ich bin nicht, was ich bin, wenn ich mich verstelle.
Das habe ich nicht getan.
Somit sind die Geheimnisse von mir offenbart. Das Sekret, mit dem ich die Worte zerkaue, macht sie gefügig. Ich spinne ein Material, mit dem ich das Tuch weben kann, um das es mir geht. Noch habe ich nichts davon zerschnitten. Die Schnur ist ganz.
Gespannt als Einheit ist sie in allem vorhanden, was ich gebildet habe. Das Integral ist ein Gewebe, seine Matrix schimmert, das Licht fällt durch die Poren. Tuch, gemacht aus geflochtenen Bestandteilen, zergliedert durch nichts; klar, hell und formenreich erscheint es mir. Da ist ans Licht gekommen, was mich bildet. Die Bestandteile von mir sind nun benannt.
Dokumentation
Zur Meditation habe ich manches zu sagen, was im Grunde schon bekannt ist. Wer sie beschreiben will, der sollte eigene Worte wählen. Was er sagt, muss seinem eigenen Erfahrungsbereich entsprechen, um originell zu sein.
Auch ich mache das so. Ich spreche von diesen Dingen, obwohl andere Leute bereits erlebt haben, was sie ausmacht. Mitunter werden sie es besser wissen als ich und mehr davon verstehen. Da hebe ich den Hut vor ihnen.
Ich wähle meine Worte getreu der eigenen Gedanken, wie ich sie habe. Ich komme aus der Identifikation und nenne meine Überzeugungen. Getreu der tatsächlichen Überlegungen stelle ich dar, was ich davon weiß.
Das Wesen der Dinge und ich sind gleichermaßen limitiert. Ich spiegle mich an den Dingen und nehme diesen Ausschnitt wahr. Das vollständige Ganze wird erst damit vereinbar sein, wenn auch meine Sicht das vollständige Ganze ausmacht.
Ein simples Aufrufen höherer Wesenheiten macht jeden Autoren lächerlich. Davon wird man nicht lassen können, wenn man einmal damit begonnen hat. Man sagt auch Verstrickung dazu. Die Folge sind Anhaftungen. Karmische Bewusstheit verlangt hier eine klare Begrenzung des eigenen Verhaltens.
Es wird wahrscheinlich viele Wege geben, wie man meditieren kann. Ich kenne zwei. Die Unterdrückungen des falschen Ichs und die identifizierenden Meditationswege zeugen von der Bereitschaft des Adepten, sich auf den Prozess einzulassen und den Weg der Vereinigung mit dem inneren Licht zu gehen. Das wird dieser Funzel guttun.
Beginnen werden alle Menschen im Feuerschein und der Weg der Meditation führt über Aussatz und Missbildungen zum ehrlichen Moment der Teilhabe an sich. Wer sich identifiziert, darf das tun. Ich gehe diesen Weg.
Das Beste, was ich mir vorstellen kann, ist mein Werk, mit dem ich mich identifiziere. Der Prozess der Identifikation ist der Moment innerer Heilung. Geheilt werden sollte nur das, was der Heilung bedarf. Getreu dem Prinzip der Ärzte von Paracelsus, erkennt man den guten Heiler daran, dass er nur die Krankheit behandelt, die auch da ist.
Yoga ist nun kein Weg zum Heil. Es ist ein Weg der Auseinandersetzung. Wie der Soldat im Kriege ist der Yogin ein Bauer auf dem Feld. Gleichwertig ist, was wahrhaftig wirkt. Weiß man um diese Form des Ganzen, dann wird es auch gut. Der Lebensfunke wird einer bleiben, solange man ihn nicht überstrapaziert. Das Feuer geht regelmäßig aus. Wer es erneut entzünden kann, der hat Macht über das Feuer. Wer es aber ausgehen lassen darf, dem gehört es.
Dokumentation
Die Praxis der Meditation möchte ich durch mein Bekenntnis zur Vielheit verdeutlichen. Jeder Mensch kennt seinen wahren Weg. Man braucht das. Man folgt dem eigenen Weg vollkommen zurecht.
Dokumentation
Als Mensch habe ich einen Fokus zu eigen. Mithilfe von ihm schirme ich mich ab.
Impuls
Eine besonders schöne Sache sollte die Liebe zum Phantastischen sein. Mit Zuhilfenahme von schönen Geschichten kann ich in gewisse Traumwelten reisen und mich dabei hier aufhalten. Diese Entrückung ist verzückend.
Impuls
Yoga ohne Phantasie auskommen zu lassen, wäre so verwegen wie Glauben ohne Hoffnung zu praktizieren. Das geht gar nicht.
Dokumentation
Streng genommen streben alle Dinge in der Welt ihrer Ordnung zu. Das ist ein Zustand stiller Ruhe. Der Motor der Welt ist eine zusätzliche Energie, die durchdringt, was ist. Alles vibriert daraufhin. Man meint fast, die Dinge gehorchen einem inneren Prinzip. Sie wollen der Stille lauschen.
Die Gnade fehlt hier keineswegs. Sie ist die zweite Kraft neben der Strenge, die hier wirkt. Dank der Vibration lassen sich überhaupt erst Neuausrichtungen wahrnehmen. Was den Zustand innerer Stille erstrebt, hat sie natürlich nicht erreicht.
Da wirkt ein Magnetismus in seiner polaren Erscheinungsweise. Alles ist in Bewegung, weil es ruhen möchte. Alles findet zur Bewegung zurück, sobald ein Bedarf dafür aufgekommen ist.
Dokumentation
Der Mensch erfährt sein Dasein. Manches macht er von sich aus wahr, was gut für ihn sein wird. Da erfährt er Freude.
Chancen geschehen, Chancen werden genutzt. Etwas entsteht, wächst und ist schließlich im Ganzen gereift. Die Frucht macht den Baum reicher. Da wird gut sein, was auch so angelegt worden ist.
Affirmation
Der Mensch wandert vom Konkreten zum Unabhängigen, vom Geordneten zum Gewichteten, von der Freiheit zur Verpflichtung. Dafür steht er ein, was er getan hat. So erhält er sein Gutes.
Das Gold der Ähren gebe ich weiter.