Gedanke
Lesen Sie bitte nicht schneller, als es erforderlich ist. Dann finden Sie mich.
Was ich in meinen Schriften wiedergebe, sind die Momente eines Erlebens.
Alle Kräfte ziehe ich zusammen und finde so die innere Statik, die ich brauche. Es sind solche Dinge, die ich in diesen Zeiten erheblich finde. Sie gehören dazu.
Eine Gegenwehr muss nicht strategisch aufgebaut sein. Da im Kriege die Friktion die größte Bedeutung hat, haben taktische Spielzüge auch Relevanz.
Krieg herrscht vor, sobald die Grundsätze der Menschheit ins Wanken geraten sind. Das Menschendasein gilt es zu verteidigen.
Die Wahl der Mittel ist ein Thema, über das sich die Strategen den Kopf zerbrechen. Ich nehme einfach den Stift in die Hand und schreibe meinen tatsächlichen Gedanken auf. Mit Gefühl bin ich versehen; der Mensch ist immer emotional oder er ist nicht mehr präsent.
Impuls
Nimm es, wie es ist.
Eine Erweiterung der Realität um ihren Gegensatz wird von mir ausgeschlossen. Ich drehe nichts und ich messe keiner verdrehten Sache ein höheres Gewicht bei als es der eigentliche Entwurf der Idee hat.
Spontanität findet sich durch das Bekannte. Unbekannte Dinge findet man nicht durch Analyse. Analytisches Denken zerbricht den Geist und macht ihn unstet. Wo sind seine Grenzen?
An Grenzen darf man nicht festhalten, sonst verliert man seine Toleranz. Das volle Spektrum wäre zu akzeptieren oder man verstümmelt es.
Die Krücke des Krüppels gehört zu ihm. Man darf sie ihm nicht wegnehmen.
Das ist eine Kampfansage.
Das pflüge ich unter und hoffe, dass der Ackerboden wieder in eine bessere Verfassung kommt. Gerne arbeite ich an meinem Feld; die Gedanken, die ich dabei habe ,sind essentiell. Das ist nicht egal, es bedeutet mir viel.
Nimm dem Bauern sein Feld und sein Pflug wird zum Schwert, die Hacke zum Beil. Jeder muss sich selbst ernähren können. So geht es mir auch.
Als Kunstschaffender werde ich abgestellt, liegen gelassen und verkannt. Ich sage nicht, dass meine Kunstform die beste ist. Aber das Nichts, das in meinen Händen besteht, macht mich nachdenklich.
Ich glaube an die Frucht der Erde. Mich wundern die leeren Worte meiner Mitmenschen sehr. Das fade Geschwätz reicht von anerkennender Nichtigkeit hin zu überschäumender Unehrlichkeit. Nichts ohne Gewicht wird das sein. Relevant ist es dennoch, da es sich auswirkt.
So darf es nicht sein.
Darum erhebe ich mein Schwert und breche die Lanze für das volle Spektrum an Worten. Was wir Menschen sind, dazu machen wir uns selbst. Fortwährend geschieht das. Doch an diesem Ritterspiel nehme ich nicht teil. Ich habe anderes im Sinne.
Mit dem Bogen meines Geistes suche ich nach meinem Weg. Werde ich ihn finden?
Impuls
Meine Sprache fließt und macht mich so lebendig, wie ich es bin. Für andere brauche ich nicht zu sprechen.
Meine Worte ergeben sich von sich aus im Gespräch mit Freunden. Die Rhythmik der Gedanken ist eine mitschwingende. Da gestalte ich das Gegebene aus dem Bekannten und das Bekannte aus dem Gegebenen. Ich finde zu mir.
Mein Zugang zum Glück dieses Daseins ergibt sich. Ich transponiere, kompromittiere und transportiere meine eigenen Ideen, um sie festigen zu können. Die Fragestellung, was da von den Wänden meiner Umgebung widerhallt, während ich spreche, hat ein Licht auf mein Dasein geworfen.
Reflexionen und Schattenwürfe, Zerrbilder und Trugschlüsse treten vermehrt bei mir auf, wenn ich in der Tiefe der eigenen Ideenwelt den Archäologen markiere. In mir ist Geist und der Geist ist der Himmel über dem Wasser. Das Licht der Sonne widerspiegelt ihn. Sie ist wie ein Mond für ihn.
Streng genommen ist dieses Bild magisch.
Gerne zeige ich mich so, wie ich bin. Ich halte sogar etwas darauf, was ich bin. Mein Status wird gesehen, ich werde angehört. Da erscheine ich meinem Umfeld. Ich bin ein Wegbereiter für das Bekenntnis zur autonomen Selbstbestimmung als Normalität dieses Daseins. Als Mensch ist es die Unabhängigkeit. Sie visiere ich an und erkenne ihren normalen Anschein. Er besteht.
Dadurch wird etwas wahr.
So sehe ich das. Dieses Fragment schimmert in meiner Textsammlung auf schöne Weise. Zwischen dem Blätterhaufen auf meinem Tisch ist es von mir gerade gefunden worden. Ich weiß, dass es aus meiner Hand stammt, aber ich weiß nicht mehr, was diese Gedanken mir sagen sollen. Den Rest an Worten habe ich nicht mehr. Er ist verloren gegangen.
Meine Texte verstehe ich allesamt als Fragmente dieser Art. Sie stammen aus Reflexionen früherer Tage, die ich niemals vollständig zu Buche gebracht habe.
Das ist mein Werk, aber ich habe es nicht rund gemacht. Es ist unfertig und liegt bloß da.
Um es aus dem Staub zu erheben, muss ich zu Staub werden. Ich muss mich hinknien und meine Arbeit machen.
Der Dreck vergangener Tage ist das Gold der heutigen Zeit.
Das Fragment steht in keinem Zusammenhang zu mir selbst, meinem Alltag und dem Kaffee, den ich gerade trinke. Der Text hat aber auch mit niemandem anderen zu tun.
Er stammt aus meiner eigenen Quelle, dem Leben und Erleben von mir selbst.
Überbordender Stolz überkommt mich da und ich dämme ihn auf freundliche Weise ein. Schön, dass ich mir endlich wieder Gedanken zu diesen Dingen mache. Sehr erfreulich!
Dokumentation
Ich versuche, meiner Leserschaft gerecht zu werden. Ich höre mir an, was sie mir sagen. Die Aussagen meiner Mitmenschen kann ich nur integrieren. Widerlegt habe ich sie nicht.
Es ist unmöglich, die Abgrenzung der Leute zu übersehen. Sie drücken sie klar aus. Sie meinen vielleicht, dass mein Text sie ansprechen muss oder ihnen zu gefallen hat. Eine Wiedergabe innere Dialoge kann das keinesfalls. Sie berücksichtigt das Wesen der Dinge, aber nicht das Entfernte. Die terra incognita ist auch eine.
Niemand braucht das kosmische Ganze als Anteil seiner kleinteiligen Überzeugung zu verstehen. Wir Menschen sind in diesen Kosmos eingebettet. Herrschen können wir über ihn, aber was er uns versagt, das fehlt daran. Natürlich wird das so sein.
Die unüberwindbare Distanz zu mir ergibt sich. Die Leute haben andere Präferenzen. Sie sind stets voreingenommen. Folglich lassen sie sich nicht auf das Werk ein. Wie sollte sie das ansprechen können?
Es reicht aus, die gleiche Sprache zu sprechen. Das ist mein Gedanke. Alles andere ist analytische Kacke.
Dokumentation
Arbeit ist ein Prozess, der immer erst einmal herbeigeführt werden muss, ehe er stattfinden kann. Man muss auch wieder aus ihm herausfinden können, wenn man seine Aufgabe klar erfüllt hat.
Der Switch ist die relevante Größenordnung, die wir zu beherrschen haben. Wer alles in die eigene Hand genommen hat, ist unfrei. Jeder Gegenstand, ja jedes Werk bedingt mich.
Das belasse ich, wie es ist. Es ist nicht egal, was daraus wird. Darum kämpfe ich so hart für meine Sache.
Der Widerhall auf sie ist wenig erbauend. Die Reaktion geht an der Sache vorbei und trifft nicht ihren Kern. Alles wirbelt durcheinander. Die Menschen sind dadurch unzufrieden geworden, dass man ihnen nicht gerecht geworden ist. Dabei lassen sie mich kalt abblitzen!
Hoffnung habe ich keine, aber ich sehe auch keinen Grund für sie. Vielmehr sehe ich Sinn in dieser Sache. Es besinnt mich und macht mich besonnen, dass ich nenne, was los ist, und ausspreche, was das mit mir macht.
Der Erfahrungsbereich ist relevant. Er wird genauso in mein Werk integriert wie das Blabla der Leute. Das ist der Senf, aus dem mein Korn sich einmal bilden wird. Möchte es reifen und seine Ähren bilden.
Dokumentation
Wachstum ist stets beschränkt. Verausgabung verhindert ein Gedeihen. Erst einmal muss das Grobe passen, ehe man die Schnörkel anbringt. Auf dieser Ebene möchte ich bestehen.
Das Schiff nimmt Fahrt auf, wenn es auf Kurs ist. Jeder vernünftige Kapitän handelt so. Das macht etwas aus.
Wer sich für so schlau hält, dass ihm alles egal ist, der wird sich in seinem Leben über kurz oder lang wundern. Es wird alles so kommen, wie es die Natur verlangt.
Ihr entspreche ich. Dazu bleibe ich so, wie ich schon bin. Anerkennung verdiene ich mir keine. Was ich verdiene, wird auch kein Lob sein. Ich trete für mich selbst ein und kämpfe gegen Schatten. Hier bei mir zuhause bin ich allein. Was mir in den Sinn kommt, das wäre nur so zu bezeichnen. Da ist es ein Trugbild, was mir erscheint, solange ich nicht zugebe, dass es auf mir wie ein Schatten lastet. Es trübt meine Sinne, meine Seele ist nicht frei.
Habe ich die Dinge erst einmal falsch erkannt, dann verliere ich sie auch.
In dieser Blase befinde ich mich und spiegle ihren Anschein wider. Das Schöne vergeht langsam. Innehalten kann ich nicht mehr, ohne alles zu ändern, was ich habe. Da erfahre ich Emotionen. Ich habe auch dieses Bedürfnis danach, sie zu erfahren.
Das ist diese Welt. In ihr bilde ich meine Existenz. Meine Gedanken mache ich wahr. Im Netzwerk der Geflechte dieser Regungen an mir lasse ich mich auffangen. Meinen Halt habe ich gefunden. Mein Leben floriert.
Aus dem Schatten ins Nichts zu streben ist ein Sprung in ein ungeahntes Abenteuer. Was nicht ist, das wird erst sein. Wie kann man das jetzt schon wissen?
Da sprüht Licht und das Wasser benetzt mich. So tief wie mein Fall auch gewesen ist, ich habe den Beton des Aufpralls im Wasser überwunden. Ab jetzt heißt es schwimmen.
Nichts verändert sich schneller als die Beständigkeit. Wer bleibt, was er ist, erweckt die Gewalt in ihrer absoluten Intensität. Das Segeln gegen den Wind sorgt für hohe Schnelligkeit, auch wenn es nicht leicht sein wird, auf diese Weise zu bestehen. Es ist der Anspruch an mich selbst, der mir den Mut verleiht, die Konventionen zu überwinden. Ich lasse sie zurück.
Das Nichts, das ich erreiche, ist die Öffnung am Ende des Weges. Seine Offenbarungen sind heute noch ungeahnt. Ich weiß nicht einmal, wo das Tor ist. Das Licht, das durch die Ritzen schimmert, sieht man erst bei Tage.
So breche ich aus der gemütlichen Zeit in dem Hafen auf, wo ich versucht habe, mich zu erholen. Ob ich wirklich genesen bin, wird erst die Fahrt über das Meer zeigen.
Impuls
Wenn ich sitze, denke ich nach. Innere Stille will ich erfahren.
Fortwährend erzeuge ich Mana beim Lesen. Meine Erkenntnis ist so entstanden. Ich wende diese Schriften selbst wie ein Außenstehender auf mich an. Es ist eine begehbare, philosophische Landschaft, in der ich staunen und erschaudern kann.
Was ich hier gefunden habe, das hat mich geformt. Es ist mein Buch für alles in der Art einer Niederschrift, aber es wird zu einer Anleitung im Leben bei seiner Durchsicht. Was ich erfahre, das erhalte ich mir. Kurzzeitig erweckt das Wort einen Funken in mir. Ich leuchte so den inneren Raum aus. Er ist weder physisch noch real, man kann ihn nicht begreifen. Um so verwunderlicher ist es, dass dieser Weg überhaupt gangbar ist. Und das ist er mit Sicherheit.
Der Wiedererkennungswert zeigt auf, was hier wirkt: Es ist pure Metakognition; der Pflug durchdringt die Kruste. Habe ich erst einmal den Zugang erhalten, kann es auch auf mich wirken, was ich wahrnehme.
Gedanke
Es gibt zu jeder Kraft eine Ergänzung. Für jeden Weg gibt es eine Fortsetzung, die sinnig ist. Verlieren kann man nur ein Spiel. Dann kommt die Revanche und mit ihr der Denkzettel. Was aber niemand braucht, ist ein unehrenhaftes Verhalten.
Wer gerne einer Betätigung nachgeht, der wird sie in sein Dasein integrieren. Es gehört einfach dazu, dass man das macht. So habe ich mein Kunstprojekt als Bestandteil meines Lebens eingeführt und mich dazu erklärt. Das ist wahr.
Was mir in den Sinn kommt, das nenne ich auch. Ich bringe die eigenen Gedanken an, insofern sie auch wirklich in verbaler Form entstanden sind. Was ohne Worte geschehen ist, das wirkt auch ohne Worte nach.
Kognitiv gesehen liebe ich es, einen Zustand des Arbeitens zu erfahren, in dem ich ohne verbale Ausprägung von Worten bestehen kann. Die Sprache des Arbeiters ist still. Da ich diesen Zustand gut kenne und um seine Nützlichkeit weiß, liebe ich diesen bewussten Zustand sehr. Es ist wunderschön, ihn zu erfahren.
Was auch immer mir gefehlt hat, ich habe es nur lassen können, wie es ist. In Frieden bestehe ich besser, als ich es im Krieg tun werde.
Der auf mir lastende Schatten wird von mir als Umhüllung angenommen. In dieser Schale bin ich, beschützt und geborgen werde ich von ihr. So ist auch der durch mich hindurch zuckende Blitz zu gebrauchen, wenn ich ihn richtig zu leiten weiß.
Alle Fehlstellungen meines Leibes habe ich ebenfalls lassen müssen, wie sie sind. Da ist eine Wahrnehmung von Dysmorphie bei mir eingetreten, die nicht gut auszuhalten ist. Sie aufzuheben befreit ungemein.
Dokumentation
Abwechslung ist Lebendigkeit. Der Wandel erhält den Menschen in seinem Dasein. Nur was wirkt, kann sich auswirken; nur die Veränderungen werden wahrgenommen.
Da tue ich mir gut, wenn ich bleibe, wie ich bin. Meine Form ist einfach, ihre Natur ist reich. Das Wesentliche von meinen Dingen ist gesagt, aber es sollte keine Langeweile aufkommen. Ein Leben ist erst zu lang, wenn es öde wird.
Was gibt es besseres, als das ain soph, das durchschimmernde Licht hinter dieser Wand? Da lasse ich es zu. Ich räume alles auf und schaffe so die Freiheit. Nicht ich bin es, um den es geht. Die Essenz hat eine Erscheinungsweise. Für sie gibt es Myriaden von Beispielen. Da tue ich gut daran, das Absolute zu lassen, wie es schon ist. Der Füllstand in meiner Lebensuhr erschreckt mich, aber das Glück dieser Zeit ist der Gegenwert davon.
Impuls
In einer freien Welt kann alles erfahren werden. Man fällt auf die Nase und niemand ist da, der mir hilft. So geht es und das habe ich schon immer aushalten müssen.
Der Wert davon ist gering, er wird erst zu einem Wert, wenn man gut gefallen ist und gleich wieder aufsteht. Da verlasse ich mein Gefängnis, den Moloch, den Keller. Meine Gefühlswelt wird besser, weil ans Licht kommt, was sehenswert erscheint.
In der Kürze der zeitlichen Erfahrung steckt die Transzendenz fest und hat ihr Wesen verlegt. Der Lichtblitz ist wie eine Photographie. Was sie festhält, ist ein Zerrbild. Die Wirklichkeit schlummert in Ruhe, wenn sie erschrickt und so der Funke durchbricht, dann ist alles an der Auswirkung verzögert wahrzunehmen. Jede einzelne Frequenz hat wie jede einzelne Form auch ihre eigene Erscheinungsweise. Nichts ist zugleich. Ein Riss im Kosmos wäre furchtbar. Das ist eine gute Eigenschaft dieses Kosmos. Seine Kräfte sind verzögert.
Unscharf ist das Ganze und so wird es wahr.
Dokumentation
Mit einiger Freude kann ich sagen, dass ich für mich etwas eingerichtet habe, was einer Bedingung meines Daseins gerecht wird. Es ist die Auffassung der Momente als ein integriertes System der Rhythmik und der Synchronität zur Grundschwingung des Kosmos, die wir als Stille auffassen.
Ich suche nach Wegen, erfahrbar zu machen, was geschieht. Es ist ein Zeichen der Lebendigkeit, dass etwas geschehen wird. Ich möchte das beschreiben, was meine Natur mit sich bringt. Dafür habe ich drei Zustandsänderungen eingeführt und diese Zustandsänderungen als Auswirkung meiner Kraft angenommen.
Ein Lösen des gerade wirksamen Moments.
Ein an mich Ziehen des fokussierten Anteils meines Leibes.
Ein Rasten in einer Ruhelage. (Innehalten)
Daraufhin habe ich meditiert. Ich habe mir angesehen, wie sich das Spielen mit diesen Größenordnungen für mich anfühlt. Ich habe mich zudem auf eine Ebene ausgerichtet, um Balance zu erfahren.
Folgende Reihung habe ich für diesen Prozess gewählt:
Ein Lösen des gerade wirksamen Moments.
Ein Rasten in einer Ruhelage. (Innehalten)
Ein an mich Ziehen des fokussierten Anteils meines Leibes.
Ein Rasten in einer Ruhelage. (Innehalten)
Diese Abfolge kann wiederholt werden. Wichtig ist diese Gewöhnung an Zustandsänderungen, weil sie etwas erfahrbar machen. Es gibt Auslöser für Empfindungen, die man gar nicht erst antriggern muss. Alle Zustandsänderungen bringen Wahrnehmungen in momento mit sich.
Gedanke
Gewisslich bedeuten mir andere Menschen viel. Das spiegelt sich in meinem Selbstwert, den ich mir gebe. Das eine wird wie die Reflexion des anderen sein.
Ohne Schein geht es nicht. Jeder Wert ist vorübergehend, also scheinbar so, wie er jetzt wirkt. Da habe ich ihn mir bewahrt. Meine Erinnerung an ihn ist so fruchtbar wie das einmal gesäte Korn auf dem Feld.
Ich werde nur ernten können, was ich zu erinnern vermag.
Im Gedächtnis halte ich also scheinbare Dinge, die gerade vorgekommen sind, aber für meine Zukunft Bedeutung haben werden.
Es tut mir gut, dass ich Menschen achte. Der Wert, den ich ihnen beimesse, resultiert aus meinem Selbstverständnis als Mensch. Es kann auch für sie zu einer Erinnerung an den Selbstwert werden, weil das eine funktionale Sache ist, die diese Größenordnung direkt bedingt.
Ohne das Sein gibt es keinen Schein. Ohne Sache gibt es nichts, was ihren Wert verkörpert. Darum ist das Glück quantifizierbar. Was es gibt, das wirkt auch nach. Da zählen wir gerne auf, was uns zu eigen ist. Das sind die Pferde, die unseren Geist ausmachen. Sie stehen für unsere Kraft und machen unseren Geist erst stark.
Dokumentation
Diese Welt ist eine Schöpfung für mich. Ich bin in ihr nicht der Genießer der Werke. Wäre ich das, müsste ich mich erst dazu machen oder zuvor dafür halten. Das wäre eine Einbildung. Ich müsste dann zudem um jede Suppe mit meinen Mitmenschen streiten. Das erachte ich als dumm.
Gedanke
Was gut, wahr und richtig ist, hat auch einen Wert in meiner Vorstellung. Doch ich klassifiziere diese Dinge hart.
Das Absolute steht für etwas Ganzes. Es dient sich selbst durch die Erfahrung seiner Transzendenz. Diese erscheint nur aus der Erfahrung der eigentlichen Vollständigkeit von sich aus.
Alles andere sind Bruchstücke ganzer Dinge, mehr oder minder schlecht durch ihre Natur gekittet, treten solche Formen auf. Sie erscheinen in Sphären, die so sind wie sie auch. Sie sind relativ wertlos, tragen aber noch immer Anteile des Guten in sich.
Das elementare Streben ist keines nach Individualität, sondern nach Vereinigung. Die Dinge versuchen den eigentlichen Zustand wiederherzustellen und ganz zu sein.
Impuls
Als Mensch erfahre ich Impulse. Sie stammen aus der direkten Umgebung. In der Summe ergeben sie etwas, das ich zu beachten habe und beachten will.
Da mache ich mir eigene Gedanken. Meine Vorstellung dieses Daseins ist eine klare. Die Bedenken, die bei mir vorkommen, nehme ich wahr. Sie haben einen eigentlichen Wert für mich. Ihre Bedeutung macht etwas aus. Was besteht, ist von sich aus schon wirksam. Darum achte ich auf das, was ich habe.
So habe ich Ruhe erlangt.
Dokumentation
Flipper zu spielen ist etwas, das den Menschen mitunter Spaß macht. Dabei bringen sie einen Ball ins Spiel und tun ihr Möglichstes dafür, dass er im Spiel bleibt.
Meiner Veranlagung habe ich zu verdanken, dass ich in gewissen Situationen dazu gleich bin. Ich habe auch eine Plattform, auf der ich eine Kugel im Spiel halte. Scheinbar ist das so.
Mit jedem Text habe ich meine Plattform ausgebaut oder ergänzt. Das ganze wirkt fast schon wie ein System. Es ist mit Worten aufgebaut worden.
Die Arbeit mit der Sprache ist für mich ein ritualisierter Akt der Vereinigung mit meinem Leben. Meine innere Beziehung zu mir selbst pflege ich. Dabei klammere ich aus, was nicht wahr ist, und binde ein, was gut ist.
Impuls
Eingebettet in Nebel ist alles nichts.
Gedanke
Kraft meines Verstandes erkenne ich die Unvernunft in meinen Schriften gut. Ihr Aufbau ist konsequent, aber es ist schwierig, zuzulassen, wie er sich auswirkt.
Das von mir im Leben angewandte innere Prinzip ist ein verankerter Dualismus. Meine Schriften sind ein Spiegel dafür, wie der innere Aufbau in Gedanken bei mir geschieht. Zu kämpfen habe ich unentwegt, weil mir stets alles entglitten ist, was mich eigentlich ausmachen sollte. Trotz der Stärke meiner Kraft ist das wahr.
Ich bin extrem umtriebig.
Erkennbar ist meine Umtriebigkeit daran, dass ich mit Freiheiten nicht gut umgehen kann. Sie fordern von mir ein Mehrfaches an Kontrolle über mich selbst und mein Verhalten. Immer wieder falle ich ab. Das fällt auf. Ich nehme es permanent wahr, wie ich versage.
Die Unmöglichkeit meines Verhaltens gipfelt im Schmerz. Ich habe folglich allen Grund zum Schreiben. Die Worte bedingen; sie klären nicht allein, was ich erfahren muss und erleben darf, sie geben mir auch Halt.
Impuls
Allein die Integration beendet das Üble. Wer nur lachen kann, der kann eigentlich nichts. Wer immer Glück hat, der ist töricht. Er sieht sich die Dinge wahrscheinlich nicht richtig an, die ihn bedingen.
Da erfahre ich Liebe, sobald ein Mensch zeigt, was los ist. So will auch ich sein. Ich gebe wieder, was ich weiß. Das Fundament meiner Erkenntnis ist eines, das Krankheit und Tod berücksichtigt. Auch der kleine Tod, der Verlust der persönlichen Integrität wird von mir genannt. Sie lässt sich nur aufheben, wenn man die existenzielle Umklammerung aufbricht und den Schutzzaun überwindet. Das freie Feld ist wie die Welt auch voller Gefahren. Gefährlich ist es aber überhaupt, was wir leben nennen. Und am Leben wollen wir teilhaben.
Ich bin kein Sicherheitsbeauftragter irgendeiner Yogaschule. Mein Leben ist lediglich von Spiritualität geprägt. Möglicherweise irre ich mich auch darin.
Perfektion bedeutet für meinen Horizont, dass man lässt, was ist, weil es gut ist, wie es ist. Es ist ein Gefühl der Anerkennung damit verbunden. Die tiefe Resonanz, die ich so erfahren kann, ist mitschwingend und wertschätzend. Viel dürfte daran nicht falsch sein, glaube ich.
Gedanke
Ich bin kein Philosoph. Lieber esse ich Suppe oder trinke Kaffee. Mein Tag ist nicht strukturiert. Was strukturiert ist, bin ich selbst. Ob das klug ist, kann ich nicht sagen. Aber es ist mir wichtig, dass ich meine Bedürfnisse kenne und meinen Bedarf richtig einschätzen kann.
Genau darum bin ich kein Philosoph! Ich habe kein Bedürfnis zu reden. Ich habe keinen Bock auf Diskussionen, weil sie mühsam sind. Verwerflich ist der Sophismus, weil er nieder ringt, was besteht.
Wer sein Heil im Vorteil sucht, der strebt auch nach Übermacht. Was ich davon halte, sage ich nicht. Es ist mir kein Wort wert.
Vormacht ist der Anfang allen Verderbens. Übermacht ist die Klarstellung vorübergehender Stärke. Alles wird vergänglich sein, außer das, was am schon Vergangenen festhält. Wer weiß, was er hat und warum das so ist, der hat auch ein Gedächtnis dafür. Er wird auch sehen können, was aus diesen Dingen wird.
Das ist ein Effekt der Natur, dass alle dualen Formen ihr reziprokes Gegenstück aufrufen und so aktiviert halten, was besteht.
Wo Licht ist, fällt auch Schatten. Was im Schatten geborgen ist, das liebt dieses Licht und strebt ihm prinzipiell zu. Da wird es durch beides gestützt, geschützt und genährt. So verstehe ich dieses Leben und ich weiß auch, dass es gar nicht mehr als das geben wird.
Damit ist jetzt abgeschlossen, was ich für ausgeschlossen halte. Nein, ich bin kein Philosoph. Was soll die Frage auch?
Impuls
Ich bin nicht kreativ, ich bin inspiriert. Was ich schöpfe, das resultiert aus dem mir Bekannten. Es ist gegeben.
Im Umgang mit meinen Dingen habe ich die Gesetzmäßigkeiten der Kombinatorik kennen gelernt. Sie erlaubt es mir, von einem auf das andere zu schließen. Auch Rückschlüsse sind mir möglich.
Dieses Verfahren habe ich intensiv erprobt. Abgeworfen hat es die Substanz meines Fundus. Mit diesem gehe ich heute ausschließlich um. Alle anderen Berührungspunkte bestehen fort, aber ich frische sie nur selten auf.
Das kosmische Geschehen ist überall erfahrbar. Darum reise ich nicht. Was nicht überall erfahrbar sein wird, ist die Beständigkeit. Jede Sache hat davon ihre eigene, weil Beständigkeit etwas ist, das lokal geprägt sein wird.
Darum habe ich mein Dasein festgelegt. Ich sage, dass ich wie ein Augur bin. Das ist eine Anspielung auf die räumliche Bindung an mein Domizil. In meiner Familie ist es üblich, einen festen Bezug zu einem Ort zu haben. Ich bin kein Grashalm, aber ich bin auch kein entwurzelter Baum.
Hafen und Meer sind im Rahmen des Möglichen eines für mich. Das zeitliche Geschehen möchte koordiniert sein. Ich kann keine Koordination durchführen, wenn ich nicht weiß, wo ich bin. Darum bleibe ich so, wie ich bin. Meine Referenz ist das Bekannte, das ich schon referenziert habe. In diesem Bezugssystem ist alles nichts falsches. Jede Sache ist das wert, für das sie gut ist.
Dieses Prinzip ist die Voraussetzung für jeden Austausch. Nur wer den Wert der Dinge erkennt, soll sie haben.
Gedanke
Stabilität kann man mehren. Dagegen ist die Kraft etwas, was aus unseren Reflexen erwachsen sollte. Balance ist die Ausgewogenheit beider Wirkmechanismen. Sie macht haltbar, was ist. Hält es sich von sich aus, dann finden wir Ruhe. Unsere Haltung ist Asana, wenn sie uns den inneren Raum im Ganzen zugänglich macht.
Die Füllen, die wir dabei erfahren werden, sind keine Versprechungen. Jeder findet nur das, was er sich vorstellen kann, weil er daran glaubt und weiß, dass es wahr ist.