Dokumentation
Ich schreibe das Buch, das mir in meiner Bibliothek gefehlt hat. Das hat mir letztens ein guter Freund über mich gesagt. Dabei hat er auch angesprochen, dass ich eine Introspektive verfasst habe. Was ich notiert habe, das hat für mich Bedeutung.
Ich muss diesem Freund zustimmen. Er hat Recht. Was ich in meinen Schriften gesagt habe, stellt die Wahrheit meines Lebens aus meiner Sicht dar. Die von mir dabei eingenommene Ausrichtung hat mir eine echte Perspektive verschafft, dank der ich heute sogar beruflich Erfolg habe. Zu anderen Zeiten ist das nicht so gewesen. Zu anderen Zeiten habe ich aber auch keine Ordnung in meine Dinge gebracht.
Diese Introspektive ist eine Sammlung von Schriften, dank der ich die eigenen Gedanken anbringen und gewichten kann, wie sie bei mir bestehen. Dabei führe ich sie sprachlich aus. Die Fehlerhaftigkeit meiner Ansprache wird so offensichtlich. Sie wird zu bekunden sein.
Wegen dieser Sache habe ich vieles auf mich genommen, was erst einmal schwer zu bewältigen gewesen ist. Das hat mich niedergeworfen, ja niedergeschmettert. Tief und tiefer ist der Pegel gesunken und alle Güter von mir haben an Wert eingebüßt. Da sind sie irgendwann wertlos geworden. Doch die Talfahrt hat noch immer nicht geendet.
Inzwischen mache ich diese Talfahrt als das wahre Lebensprinzip aus. Der Verlust des Guten ist der Motor. Dieser Antrieb verbraucht uns. Er löscht uns aus.
Da hat auch kein Nichtstun Abhilfe geschaffen. Das Leben löst sich von uns mit jeder weiteren Minute, die wir erfahren haben. Das hat mir schon Angst gemacht. Was auch immer ich in diesem Leben erreicht habe, irgendwann ist es mir wieder entglitten.
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Ich löse mich. Ich löse mich von allem. Das Gute und das Schlechte, ich habe es nicht auf Dauer für mich behalten. Ich habe es nicht auf Dauer für mich bewahrt.
Das ist alles zu viel für mich gewesen.
Was ich gebraucht hätte, hat mir nicht immer in ausreichendem Maße zur Verfügung gestanden. Da habe ich nicht einmal genug für mich gehabt. Das hat mich beeinträchtigt. Manchen unnötigen Schaden habe ich so erlitten. Vieles Gute ist so für mich gar nicht erst möglich geworden.
Die Strafen, die man mir auferlegt hat, haben es mir unmöglich gemacht, dieses Dasein so zu führen, wie es eigentlich geführt hätte werden sollen. Da bin ich unter das Boot gekommen. Luft zum Atmen habe ich keine mehr gehabt.
Diese Metapher drückt aus, was mir zugekommen ist. Das habe ich auch durchlebt. Insbesondere die Plackerei sowie die Häme anderer Leute haben mir im Nachgang daran sehr zu schaffen gemacht.
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Wer nichts ist und wer nichts hat, braucht eine Referenz. Da kann er zu seinem Fürsprecher gehen und diesem ein Geschäft anbieten. Was gefordert wird, das muss auch geleistet werden.
Da bekommt jeder, was er verdient hat. Man bekommt es einmal.
Eindeutig ist das Wesen der Welt. Sie ist schön und schrecklich. Das ist sie zugleich. Das Gleiche hat uns empor getragen, das Gleiche hat uns in die Knie gezwungen. Da haben wir der Welt unseren Zuspruch verweigert und erkannt, dass sie für uns nicht gut gewesen ist.
Brauchen wir die Welt, dann brauchen wir auch eine Referenz. Sie soll uns platzieren. Da können wir uns hervortun und besser wirken als andere.
Aber ohne eine solche Referenz würde man uns nicht einmal zu Wort kommen lassen. Wir sind nicht gebraucht worden. Da hat man uns links liegen gelassen. Nach unten sind wir gefallen. So hat man von uns nichts Gutes gesprochen. Vieles ist so über uns gekommen.
Wir führen das Ganze hier an, damit man sich seinen Reim darauf machen kann. Wir wissen, dass wir nicht ohne das eigene Glück ausgekommen sind, aber wir haben nicht viel Glück erfahren. Stattdessen hat man zu viel gesagt, zu viel getan und zu viel bestimmt. Das alles hat nichts Gutes bewirkt.
Unsere Natur ist so. Wir sind Menschen. Dazu haben wir uns nicht selbst gemacht. Wir haben uns nicht einmal dazu bekannt. Im Glauben an den großen Verlust sehen wir mehr Wahrheit als an der Zivilisation zu finden sein wird. Wir machen aus, dass alles schlecht gewesen ist, was zu nichts Gutem getaugt hat.
Damit bringen wir die eigenen Gefühle zum Ausdruck. Sie sind von einer Art, die unserem Erleben entspricht. Was wir für möglich halten, ist, dass die Menschen zu viel sprechen. Anstatt so viel zu sagen, sollten sie besser in sich gehen und schweigen.