Idee
Yoga stammt, aus europäischer Position betrachtet, aus einem anderen Kulturkreis. Er stellt keinen Abklatsch einer europäischen Denkweise dar und er ist auch in keine solche zu integrieren. Vielmehr wird er eigenständig sein. Die Welt des Yoga hat ihre eigene Entwicklung genommen.
Moderne Varianten des Yoga haben oftmals den Zweck der Identifikation mit indischen Werten. Eine Erforderlichkeit zur Stiftung solcher Werte wäre geschichtlich begründbar. Sie resultiert vielleicht daraus, dass der indische Subkontinent für lange Zeit von Europäern und weiteren Mächten dominiert gewesen ist. Da haben die Besatzer der indischen Bevölkerung auch ihren Stempel aufgedrückt. Was ihr selbst verloren gegangen ist, das versuchen einige Menschen dort erneut aufleben zu lassen,
Dokumentation
Es gilt mir selbst als bedeutsam, mich zu den Geboten eines Yogin zu bekennen, ehe ich mich mit Yoga eingehender befasse. Alles baut beim Yoga auf der Grundhaltung Ahimsa auf. Sie steht dafür, dass man andere Lebewesen weder aktiv noch passiv verletzen darf.
Wie weit der Begriff gefasst sein kann, wird bei den Jainas deutlich.
Weitere Prinzipien ergänzen dieses erste Gebot. Sie sind ebenfalls zu beachten und einzuhalten.
Als Europäer mit christlichem Hintergrund kann ich es nur begrüßen, dass es dieses Gebot gibt und dass es eine wesentliche Voraussetzung für Yoga ist. Ich selbst stelle mich gerne ein Stück weit auf die gleiche Stufe wie ein Jaina. Manche Dinge beachte auch ich und erachte sie für wertvoll und wichtig, obwohl ich mich dafür selbst einschränken muss.
Bereitschaft ist gut, aber eine der Voraussetzungen für sie ist die Machbarkeit jeder Sache, die man erreichen möchte. Insofern eine Gelegenheit dazu besteht, falsche Prinzipien aufzuheben, sollte man das tun.
In der heutigen Zeit ist die Welt in hohem Maße befüllt mit Zierrat und Prunk. Regelwerke gibt es für alltägliche Dinge, aber auch für das Zwischenmenschliche und sogar für sprachliche Sachverhalte werden ganze Bibliotheken geschaffen, die man unmöglich in ihrer Gesamtheit kennen kann. Wie soll man so etwas einhalten?
Wer den ganzen Wust an Werken gelesen hat, der muss ihn im Anschluss in den lebendigen Bereich von sich rückübertragen. Das erfordert viel Feinarbeit, zumal die Werke nicht einheitlich ausfallen. Unvereinbarkeiten gibt es zuhauf.
Da glaube ich, dass Gebote stets umfassend verstanden werden müssen, wenn man sie einhalten möchte. Man darf keine Abstriche machen, weil sich so Paragraphen ergeben, die das Ganze unterhöhlen.
Die Schwachpunkte der heutigen Gesetze sind die Dauer ihrer Gültigkeit, aber auch ihre Anwendbarkeit als Richtschnur und Maßstab für das gewöhnliche Leben fließt in die Bemessung ihres Wertes ein. Da suchen wir lieber nach der Renaissance unserer Einheit und finden sie in der Leere der Soheit als Mensch ohne Arg.
Wir lehnen uns zurecht gegen Krieg und Widerstand auf. Wir sind die eigentlichen Widersacher in diesem Kosmos und bekennen uns auch dazu. Wir bremsen den freien Fall, wir steigern nichts ins Unermessliche.
Lieber essen wir das Fleisch eines Tieres, als es zu entwürdigen und wegzuwerfen. Lieber achten wir auf seinen Wert, als ihn im Dreck vergammeln zu lassen.
Wer sich schon einmal für Jahre auf vegetarische Weise ernährt hat, der weiß, dass damit unterschiedliche Phasen der Erfahrung von Gesundheit verbunden sind. Der Mensch findet seinen Weg, aber ein zuviel des Guten ist auch wie eine Ohnmacht. Die Übererfüllung schafft eine falsche Orientierung und dient nicht zur Manifestation von wahrer Ordnung.
Impuls
Als Mensch bin ich wie jeder andere auch ein Gleicher unter Gleichen. Ich löse mich erst aus der breiten Masse der Menschen, wenn ich mich auf die höchste mir bekannte Entität ausrichte. SIe stelle ich vor mich und diene ihr.
Ausgestattet mit diesem einfachen Bild als Maß für die Richtigkeit meines Handelns kann ich sagen, dass ich am Anfang stehe und weiterhin versagen werde. So heftig das auch wirken möchte, aber es ist nun einmal das Wesen meines Standpunkts, dass ich dabei beibehalte, was mir an Ausstattung zuteil ist.
Allein die Heilung dieser Schwäche stellt hier eine echte Verbesserung dar.
Im gleichen Atemzug bin ich desorientiert, sobald man mich dazu zwingt, mir die Fehler meiner Person klarzumachen. Was soll das?
Da ich vom Guten komme und das Richtige machen möchte, helfen mir keine Fehleranalysen weiter. Sand zu Sand. Asche zu Asche. Staub zu Staub. Sollen sie doch vergehen, sollen sie doch bestehen.
Manch ein Mensch hat sich in seinem Dasein schon über etwas getäuscht. In der Parade der Versager gehe ich allen voran und trage einen bunten Regenschirm. Die Sonne scheint, ich grinse und wirke keinesfalls deplatziert unter so vielen Idioten.
So etwas passiert zuweilen. Davor kann man sich schlecht schützen. Darum gehe ich grundsätzlich davon aus, dass auch ich irgendwelchen Täuschungen unterliege, die nicht einfach so aufzuheben sind.
Dokumentation
Die Krankheit eines Menschen resultiert aus der Biochemie seines Leibes und hat oft auch eine stoffliche Komponente, die physisch-strukturell ausgeprägt ist. Da Menschen Krankheiten in sich tragen, sind auftretende Symptome mehr als nur Warnzeichen. Sie offenbaren Zerfallsprozesse.
Altern ist eine Strategie. Reife bedeutet immer auch die Fähigkeit, sich der Natur gemäß zu verhalten, also ihr zu entsprechen.
Eine eigene Natur hat der Mensch gleichermaßen, wie er auch ein Individuum ist. Das offenbart seine Haltung in diesem Dasein.
Ein Therapeut ist aus meinem Blickwinkel betrachtet für den Menschen und sein Wesen offen. Er begegnet ihm als Person.
Abgrenzung geschieht auf vielfältige Weise. Übertragungswege bestehen andauernd. Schieflagen führen zu Versagen, was den einen Menschen zu Fall bringt, kann auch den anderen herunterziehen.
Aus diesem Grund wird zu einem auf gültige Weise gespiegeltem Verhalten zu raten sein. Doch was ist das? - Spiegelungen gibt es wie Sand am Meer. So wie es nur eine Einheit gibt, die als absolute Form besteht, so gibt es als reziproken Effekt eine nicht vorstellbare Anzahl von Blendungen, Täuschungen, Spiegelungen und Verwerfungen zu jeder Sache. Damit hilft man keinem. Aus diesem einfachen Grund ist die Nahbarkeit eines Menschen ein relevantes Indiz für die Wirksamkeit seiner Behandlungsmethode.
Die therapeutische Spiegelung kommt dem Patienten nicht nahe, aber doch nahe genug. Sie dient nötigenfalls auch zu einer Abgrenzung, verschafft dem Behandelnden aber auch das Empfinden von menschlicher Wärme, die er unter Umständen so gar nicht mehr aus seinem Umfeld kennt.
Alles Gute ist dazu geeignet, in der Therapie zum Einsatz zu kommen. Was letzten Endes als Ansatz gefunden und gewählt wird, muss die Heilung am Menschen selbst vermitteln. Ich sage damit etwas von Wert. Nur die Heilung eines kranken Menschen bezeugt und bestätigt den Erfolg seines Behandlers.
Dokumentation
Die Fertigkeit eines Menschen, wiederzugeben, was er kennt, ist auf natürliche Weise limitiert. Man kann zu jeder Zeit nur ein Wort aussprechen, das Gesagte besteht wegen seines Flusses als Gefüge und sollte nicht durchbrochen werden.
Ähnlich verhält es sich mit den Bewegungen bei uns Menschen.
Was die Lernfähigkeit eines Menschen ausmacht, ist der Zerfallsprozess seiner Ideen. Was ich jetzt gedacht habe, das kommt in meinem Geist vor, weil es soeben von mir aufgerufen worden ist.
Als Phänomen hat es Relevanz vor mir und damit erlangt es auch Bedeutung für mich.
Was meine jetzige Situation ausmacht, das muss erst noch bestimmt werden. Aber jeder wahre Wert trägt zur Erschließung des betreffenden Sachverhaltes seinen Anteil bei und hilft so die Natur zu entschlüsseln.
Worte und Gedanken treten regulär in Form von Fragmenten auf, die mehr oder minder durch mentale Explosionen oder Funken bedingt spontan an mir auftreten können und wie Brocken ausgeworfen werden.
Da fällt alles ab und taugt wenig.
Lernfähigkeit ist nun auch die Begabung eines Menschen, Wissen zu transferieren, um seine Kenntnisse auf den wahren Gebieten seiner Existenz anzuwenden.
Der erste Ansatz, das Versagen und der Verlust der eigenen Kräfte, ist bekannt und gegeben. Die Brocken der Gedanken und Äußerungen von uns stellen uns innerlich wie äußerlich schlechter und machen uns etwas aus. Beginnen wir doch einfach damit, sie festzumachen.
Dokumentation
Dank der Lenkung meiner Aufmerksamkeit kann ich jederzeit den falschen Weg einschlagen und versagen. Das lasse ich sein. Ich richte mich auf, aber es sollte alles wahr sein, was schon besteht. So sollte es bleiben.
Ich vertraue auf das Räderwerk an mir und lasse die Federn los. Alles schwingt in seine Ausgangslage zurück, nur die Ebenen sind noch verschoben. Wie kann ich sie zurückführen? - Gar nicht. Ich sage da Haltung dazu und behalte bei, was mich ausmacht. So stabilisiere ich mich.
Jede Grundhaltung hat ihre halben Formen, um sie zu variieren. Jede Form hat ihre Wege, um sich zu transferieren. Da stehe ich auf und löse die Anhaftungen von mir. Der Staub fällt von mir ab, die Spinnweben sind nicht länger wichtig.
Hunderttausend Jahre habe ich damit zugebracht, mein Leben auf eine einzige Sekunde zu komprimieren. Damit bin ich besser als jede Fruchtfliege. Wenn ich vergehe, dann bin ich weg.
Zulassen, was geschieht, bedeutet auch ablassen, was abläuft. Den Sinn davon kenne ich bereits: Die Talfahrt. Im echten Leben wie auch im eigenen Erleben findet sie statt und bedeutet in beiden Bereichen das Gleiche: Niedergang.
Ohne ihn hätte ich keinen Schwung.
Unter dieser Variante der sprachlichen Findung fasse ich jetzt auch zusammen, was ich gemeinhin lustig finde: Schabernack, der von Herzen kommt und mir den Weg als Schalck freimacht. So will ich sein, so möchte ich bestehen. Da leiste ich es ganz und gar.
Dokumentation
Von meinen Händen gehe ich aus, wenn ich den goldenen Faden spinne. Meine Haltung ergibt sich, aber ich beuge mich vor. Achtsam bin ich für die beim Arbeiten erforderlichen Handlungen und führe sie gewissenhaft aus. Dabei vergesse ich alles.
Im Hier und Jetzt ist da nur noch der Faden aus Gold und das Licht meines Herzens. Verschwunden sind die Augen der anderen Leute, die an mir kleben, als wäre ich eine Überraschung für sie. Irgendwann lässt man von mir ab. Dann atme ich auf. Jetzt wird es besser gehen. Entspannung tritt ein.
Das Buch des Lebens ist die Geschichte, in die ich involviert bin. Jeder hat sie, jeder kennt sie. Als Perspektive wählt man das Subjekt.
Ich werde zum Hirsch, wenn man mir die Seiten dieses Buches nimmt und sie verändert. Das möchte ich nicht. Ich teile es niemandem mit, aber ich missbillige es.
In der Regel hält man dieses Buch vor anderen Leuten verborgen. Mir ist es genommen worden, als ich im Schmutz gelegen habe und mich nicht schützen konnte.
Da ist es gelesen und über mich gerichtet worden. All die vielen unfertigen Worte in seinem Einband zeugen davon, dass ich es so gelassen habe, wie man es mir genommen hat.
Das Buch des Lebens ist ein wichtiges, in festem Leder eingebundenes Buch. Es trägt die goldenen Platten des Herzens in sich. Was davon übrig ist, bestimmt mein Leben.
Gedanke
Jeder Mensch sollte eine Sache für sich haben, die ihm etwas bedeutet.
Da befasse ich mich mit den Dingen, die mir Spaß machen. Das gefällt mir gut.
Was ich nicht getan habe, dafür ist jetzt einfach noch keine Zeit gewesen.
Gedanke
Mein Glaube ist die letzte geordnete Bastion. Es ist wahr, dass ich mir immer wieder klar mache, dass ich als Weltstar alles haben werde, nur nicht den Glauben, wie er heute bei mir besteht. Da vereinsame ich inmitten meiner Vorstellung von den Bühnen dieser Welt. Mein imaginärer Freund, der Alkohol, hilft mir bei meiner Selbstbehauptung in dieser Phase der Entrückung. Am Ende liege ich mit verzerrtem Gesicht auf dem Boden. Dann öffne ich meine Augen und bin wieder hier, zurück in meiner Bude, der schönste Platz für mich.
Gedanke
Ein Leben ohne Schmerzen ist auch ein Leben ohne Gefühle.
Impuls
Yoga wird von uns Europäern gerne als ein körperliches Schulungssystem aufgefasst und mit einer sportlichen Betätigung gleichgesetzt. Diese Auffassung habe ich nicht geteilt.
Ich sehe Yoga viel mehr als etwas an, bei dem man sich selbst entdecken und verwirklichen kann.
Wer als Christ den Yoga kennenlernen möchte, muss verstehen, dass er die Wissenschaft vom Leben von sich aus verkörpert. Da bedürfen wir der Analogie. Wir sollten wissen, dass der höchste erreichbare spirituelle Zustand mit der Kontemplation gleichzusetzen ist.
Als Europäer und Christ schaue ich nicht nur nach Indien, ich blicke auch in die Tiefe der Zeiten. Suchen möchte ich nach Erklärungen für die Wahrheitsfindung. Ich möchte es also verstehen, was die Worte bedeuten und wie sie anzuwenden sind. Übersetzungen meide ich. Vor allem die direkten Übersetzungen verzerren das Geschehen und stellen Widersinnigkeiten auf. Das entspricht den Tatsachen. Die Erfahrung lehrt mich das.
Was die Menschen eint, wird gut sein.
Nur wer die Sprachen insgesamt verstanden hat, kann auch von der einen auf die andere die Begriffe übertragen. Dazu muss man mehr wissen. Im Mindesten muss man die Kultur und die Geschichte eines Sprachraumes gesehen haben und verstehen, wie sich alles entwickelt hat.
Idee
Das Erkennen und Einhalten der Gesetzmäßigkeiten der Natur wäre vorrangig wichtig für jeden, der es ernst mit seinen Dingen gemeint hat. Wer mit etwas Vorhandenem auf eine durch die Natur vorgegebene Weise umgehen möchte, der sollte getreulich einhalten, was ihm von ihr bekannt ist.
Ich setze voraus, dass man das einsieht.
Man sollte sich nicht von ungefilterten Wünschen, Hoffnungen, Erwartungen und Bedürfnissen zu einem willfährigen Dasein verleiten lassen. Stattdessen kann man sich regulär erfüllen, was gebraucht wird. Es soll alles Sinn behalten, was man schon von der Welt und dem Dasein in ihr erkannt hat.
Da schaue ich auf dieses Dasein und erkenne die Sphären, wie sie erscheinen. Folgende Bereiche berücksichtige ich bei meiner Überlegung.
die Person mit der Gelegenheit zur subjektiven Sichtweise
die Umgebung als der transpersonale Bereich, der neben meinen Mitmenschen auf alles darüber hinausgehende enthält
die Gemeinschaften mit ihren Eigenheiten und die Kultur stiftenden Phasen
der Kosmos als natürliche Entität, der die höhere Ordnung vorgibt
Die Schau dieser Sphären entwickle ich. Dabei ist sie zugleich Ausgangs-und Endpunkt gewesen. Eine Entfaltung dieser Gestaltungen ermöglicht mir die Zusammenführung des Ganzen. Daraufhin kann ich seinen Aufbau erkennen.
Dank dieses Prozesses wachse ich und komme klar.
Gedanke
Was ich auch vorangebracht habe und was mich getrieben hat, ich glaube an die phasenhafte Erscheinungsweise des menschlichen Werdegangs. Meine Ansicht ist klar. Der Fokus liegt stets auf einer Sache. Es gibt aber einen Plural an relevanten Dingen, die auf lange Sicht nicht außer Acht gelassen werden sollten. Darum brauche ich den Switch, den Wechsel. Der Fokus führt dazu, dass sich ein Aspekt sammelt, aber andere Aspekte sind daraufhin der einzigen Sache untergeordnet, um die es mir geht. Da geraten wir auf Abwege, wenn wir zu lange der einen Idee anhaften. Erst der Wechsel zur rechten Zeit macht aus, was ich als Wachstum betrachte. Dieser Anhaltspunkt scheint mir geeignet zu sein. Ich lasse auf diese Weise die Wandlung zu.
In meinem Dasein und Leben haben sich Hauptphasen und nebensächliche Phasen ergänzt. Das wird so sein, wenn alles bei mir gut läuft. Dann geht es mir bald besser, weil ich mich erhole.
Hauptphasen haben eine andere Amplitude und einen anderen Frequenzgang als nebensächliche Phasen. Da sie zeitgleich aufgetreten sind, wirken immer der hauptsächliche Aspekt sowie etliche, diesen Aspekt verstärkende oder abschwächende nebensächliche Aspekte. Das wird aufsummiert und ergibt den derzeitigen Status. Dieser Zustand ist mir willkommen. Es ist recht, dass es so ist.
Mir würde nichts anderes möglich sein, als diese Dinge in geeigneter Weise zu beschreiben. Das Gefundene schreibe ich auf, weil ich mich damit auszubilden versuche. Im Hintergrund meiner Ideenwelt steht dieses Streben nach Vernunft klar an vorderer Position.
Eigentlich glaube ich, dass wir neben den primären Ideen in diesem Leben auch dem augenblicklichen Zustand von uns gerecht werden müssen. Was nützt die beste Anlage, wenn man gefallen ist? Man wird so zum Ziel für jene, die mit ihren Stiefeln auf uns treten wollen. Die Schwächung von uns ist gewiss. Sie wird eintreten. Aus einer solchen Situation gibt es nur dann ein Entkommen, wenn wir aufstehen können. Wir müssen lernen, uns zu mobilisieren.
Da der Mensch weder mit Gewalt noch mit Vermögen sein Glück absichern kann, brauchen wir eine andere, eine intrinsische Größenordnung, die wir ausbilden müssen. Das meine ich, wenn ich die Kontemplation suche. Ich kann niemandem erklären, was sie ausmacht. Aber es ist sicher, dass es sie gibt und dass sie uns zugänglich ist.
Es wird eine Frage der Vernunft sein, ob wir uns vorstellen können, von uns aus eine Stärke abzurufen, die wirklich etwas verbessert.
Impuls
Der Sachverhalt eines Lebens als Mensch bringt für mich etwas mit sich. Es ist wahr, dass ich etwas am eigenen Leib erfahre. Da spüre ich mich. Das eigene Gefühl kann ich wie eine Empfindung beschreiben. Die Worte dafür muss ich suchen. Darin wären alle mich betreffenden Phänomene anzuführen und miteinzubeziehen. Sie machen mich aus, ganz gleich, ob sie gerade vorgekommen sind oder ob sie gerade gefehlt haben.
Die Innenwelt ist der Bereich, wo die Fäden bei mir zusammenlaufen und wo das Geschehen von mir reguliert wird. Dabei halte ich zusammen, was zusammen gehört. Davon habe ich mir etwas versprochen.
Ich weiß, dass jede Erscheinung eines Phänomens seine Ursache in einer Kombination aus gleichzeitig vorkommenden Präferenzen und Verhaltensweisen hat. Das wird einfach so sein, auch wenn es schwerlich zu durchleuchten sein wird.
Da mache ich mir etwas daraus. Ich sage, dass es unbewusst abgelaufen ist. Dabei bin ich mir im Klaren über seine Erscheinung. Ich kann sie lediglich so annehmen. Ich habe sie auf keine andere Ursache zurückgeführt. Damit habe ich einen Fehler weniger gemacht.
Ich fasse also die Innenwelt als ein unbewusst erscheinendes Konstrukt auf, von dem ich ausgehe, dass es nur als Kombination im Ganzen zu erschauen sein wird. Da belasse ich es so und finde mich zurecht. Dazu sage ich dann Klarheit.
Mir ist etwas klar, weil ich es lassen kann, wie es ist.
Einsicht
Wer, wenn nicht ich, hat geträumt, nachdem er endlich geschlafen hat? - Da habe ich nachgedacht. Das wird doch auch ein ganzer Anteil von mir selbst sein, der ausmacht, was ich da für Träume erfahre.
Impuls
Die Merkmale eines guten Lebens ergeben die Eigenschaften eines Menschen, die er freizusetzen vermag, sobald er alles hat, was er für sich braucht.
Impuls
Dort, wo Dir eine Leere zuteil wird, halte inne und nimm sie an. Der Zustand ohne Leiden ist schon immer ein günstiger gewesen.
Vers
Bringst Du dem Menschen ein Licht, so hat er es gut damit.
Nichts hat man dazu getan, dass es leuchtet. Alles Glück währt grundlos bei uns Menschen an.
Impuls
Angenommen, die Gedanken von mir wären wahr. Was wird das bedeuten? - Der Zauber der inneren Momente hat es in sich.
Da habe ich alles gelassen, wie es vorgekommen ist. Der erste Schritt ist keiner gewesen. So habe ich den Stand von mir beibehalten. Einen Krieg habe ich abgewendet.
Fortschritt und Fortschritt im Kriege, das sind das gleiche Paar Schuhe. Veränderung und Verlust sind ein einziger Weg. Selbst das Lernen ist eine Änderung der bestehenden Verhältnisse und schafft sie ab.
Damit habe ich einige urbare Gedanken an mir getragen. Ich lasse sie brach liegen. Ich habe sie nicht angegangen, aber sie nicht weggelassen. Überflüssig ist nichts auf dieser Welt gewesen. Für alles hat eine Ursache bestanden. Da wird es gebraucht.
Ich erkenne an, wie es ist, und ziehe mich in meinen Bereich zurück. Ich entsage. Die Verfremdung meiner Dinge lehne ich ab. Ich empfinde das Verstellen des Gegebenen als ein Unding.
Da sage ich Krieg dazu, wenn man mich ausgeschlossen hat. Wer mich in ein Nichts verbannt hat, der bekommt es daraufhin mit mir zu tun.
Mittels dieser Ansage stelle ich fest, dass mir so etwas nicht gefallen hat. Die Welt und die heutige Zeit sind wie die Menschheit auch maßgeblich für die von mir zu übenden Dinge. Sie machen meine Lektionen aus. Nichts anderes habe ich gebraucht. Für so etwas stehe ich ein.
Gedanke
Als Skeptiker habe ich so meine Zweifel am Nutzen der Skepsis. Der Mensch darf auch von etwas überzeugt sein. Nichts ist grundlos so vorgekommen, wie es erschienen ist.
Impuls
Ich führe das Leben eines Literaten, der aufschreibt, was ihn an Gedanken im Leben begleitet hat.
Impuls
Geht man vom gesunden Zustand eines Menschen bei dessen Untersuchung aus, ist alles verstörend gewesen, was an ihm zerrüttet ist. Dabei würden wir nicht einmal wissen, wie wir klären sollen, was gesund sein wird und was nicht. Das Leben fordert schließlich seinen Zoll von uns.
Impuls
Der Unterschied zwischen einem Yogin und einem anderen Menschen, der nichts von sich gewusst hat, ist wie der Unterschied eines der Schrift mächtigen Menschen zu einem Analphabeten. Sehen können beide, dass da etwas geschrieben steht, aber nur der eine hat es lesen können.
Dokumentation
Eine Beschreibung meiner Tätigkeit als Sprachgestalter möchte ich nun geben.
Der Verbund meiner Texte ist als Werk anzusehen. Die einzelnen Passagen in diesem Werk sind von mir aufgegriffene Phasen. Ich benenne sie so.
Eine Kombination der einzelnen Phasen ‘sprengt’ alle Rahmen. Da schlägt das Schiff gegen ihn. Die Schnur wird gespannt. Mit Druck wird sie gezogen.
Phase um Phase folgen aufeinander. Da kann alles anders sein, als es von mir gegeben wird. Was ich geschrieben habe, beinhaltet das Ganze.
So wird es wahr sein, dass neben dem Guten auch die Abweichung Teil des Ganzen ist. Wer seinen Weg kennt, der kennt auch seine Schritte.
In Stufen wird ein Weg gegangen.
Im Vergleich zu den regulären Prozessen bei der Erstellung eines Werkes kann ich sagen, dass mein Werk die Folge einer Gesamtschau ist. Da sehe und kenne ich das Ganze gut. Was ich mir aufgeschrieben habe, ist stets ein Funke gewesen und auch so erschienen.
Das Feuer ist ein Leuchten. Es bringt Wärme.
Auf der Ebene der Empfindung dieser Wärme bewege ich mich.
Andere Leute haben mich verkannt. Das habe ich klarstellen wollen.
Mit Wenigem sind die Leute klargekommen. Was ich getan habe, hat sie zumeist überfordert.
Da habe ich es gelassen. Ich habe das Auskommen mit meinen Mitmenschen forciert.
Zuerst habe ich den Leuten etwas zugestanden. Sie sollten keine Beeinträchtigung erfahren. Man sollte ihnen ihre Ruhe lassen.
Ich bin in einen Krieg eingetreten, bei dem die Stille alles ist.
Mit der besonderen Kraft eines im Leben gescheiterten Menschen gehe ich um. Sie ist die Ursache für meinen Weg. Von ihr rühren meine Aktivitäten her.
Das Ganze ist ein Sonderweg.
Damit habe ich ein Licht gefunden, das meinen Weg erhellt. Ich weiß noch, was ich im Grunde für einen Weg gehen möchte, aber ich sehe auch den Weg vor mir. Da wird mir klar, dass ich mich an einem Ort befinde, der anders ist, als es mir scheint.
Ich habe an meine Aufgabe gedacht und sie weitgehend erledigt, doch ich bin tanzenden Fußes von meinem wahren Weg abgekommen.
Dokumentation
Zuweilen habe ich gegen allerhand unschöne Dinge zu kämpfen.
Eines davon wird sein, dass man mir vorgeworfen hat, dass ich kein Künstler sei.
Das habe ich so stehen lassen. Froh hat es mich keineswegs gemacht. Ich habe es vielmehr interessant gefunden, dass man meine gesichteten Werke als ungeeignet wahrgenommen hat. Man hat mir das ausdrücklich mitgeteilt.
So kann ich sagen, dass man mir nicht zugestanden hat, ein Künstler zu sein. Manchmal bin ich nachts aufgewacht und habe daran denken müssen.
Da das häufiger geschehen ist, habe ich mir ehrlich Sorgen um mich gemacht.
Man hat mir auch die Begründung dafür geliefert. Ich würde mich lediglich nicht zum Arbeiten bereit erklären, weil ich mich für einen Künstler halte. Dabei wäre ich gar keiner.
So einfach ist das.
Meine Antwort hat so geklungen: ‘Niemand kann beweisen, dass er ein Künstler ist, genau wie auch niemand beweisen kann, dass er bei Verstand ist.’ Das ist heftig gewesen.
Idee
Die Kraft von mir investiere ich für eine Sache, die ich verträglich finde. Das Ganze sollte stabilisiert werden, damit sie die Förderung erfahren darf, welche sie verdient hat.
Dokumentation
Mein Verhalten wird oftmals mit Reaktionen bedacht, die meine Gegenwehr unterbunden haben.
Impuls
Artikulation ist einer der Schlüssel zur Wahrheit in der Sprache. Ihr Wert resultiert aus dem Erleben.
Kraft der eigenen Worte kann ich alles einhalten, was mich ausmacht und sage nichts.